Schwangerenbetreuung

Für die ganz besonderen Momente in Ihrem Leben

Schwangerenbetreuung nur speziell für Sie…

Sie haben erfahren, dass Sie schwanger sind…
Alles verändert sich, Sie verändern sich, die Beziehung verändert sich, der Beruf verändert sich…
Ihr ganzes Leben steht Kopf!

Ganz viele Fragen schwirren durch Ihren Kopf. An was muss ich alles denken? Wie mache ich das eigentlich? Wann sage ich es meinem Chef/ meiner Chefin? Was muss ich bei der Arbeit beachten? Was darf ich essen?

Es werden Ihnen viele Fragen einfallen und es werden im Laufe der Schwangerschaft noch weitere Fragen hinzukommen, andere werden unwichtig. Unsere Erfahrung zeigt, dass jede Schwangerschaft im Leben einer Frau ein sehr bewegendes Ereignis und eine Zeit ist, die mit großem Glück, aber auch mit Sorgen und Ängsten verbunden ist und dass das Internet zwar Antworten liefern kann, aber nicht die Antwort, die Sie jetzt in Ihrem besonderen Fall gerade bräuchten!

Wir werden gerne alle Fragen beantworten und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und gibt es Probleme, die wir nur gemeinsam mit einem Fachmann klären können, dann werden wir diese Kontakte gerne vermitteln.

Und der werdende Vater?

Natürlich denken wir auch an die Väter, die immer herzlich willkommen sind. Bei Ihnen werden viele Fragen auftreten, meist sind es andere als bei Ihrer Partnerin. Auch diesen Fragen nehmen wir uns gerne an.

Sie sind jederzeit zu einem Gespräch oder zu einem Ultraschall willkommen, wo sich die Gelegenheit bietet, das Baby per Ultraschall zu betrachten.

Was für Untersuchungen liegen im Schwangerschaftsverlauf jetzt an?

Während der Schwangerschaft haben Sie Anspruch auf eine umfassende Betreuung und Vorsorgeleistungen durch Ärzte und Hebammen. Sie erhalten den Mutterpass, in dem im Laufe der Schwangerschaft sämtliche Vorsorgeleistungen dokumentiert werden.

Zu den Kassenleistungen gehören:

  • Die Kontrolle von Gewicht und Blutdruck
  • Die Untersuchung des Urins auf Eiweiß, Zucker und Entzündungen
  • Die Blutgruppenbestimmung, die Bestimmung des Hämoglobins (Roter Blutfarbstoff) und die Suche nach Antikörpern im Blut
  • Abstrichuntersuchung aus dem Gebärmutterhals auf Chlamydien durch eine rechtzeitig einsetzende Therapie der Mutter, damit eine kindliche Schädigung verhindert, bzw. gemildert werden kann
  • Einige Blutuntersuchungen auf bestimmte Erkrankungen: Syphilis (Lues), Hepatitis B und HIV (der HIV Test darf nur durchgeführt werden, wenn Sie Ihre Einwilligung gegeben haben)
  • Suchtest auf Schwangerschaftszucker (24.-28. Schwangerschaftswoche)
    Etwa 10% aller Schwangeren entwickeln in der Schwangerschaft ein Störung des Zuckerstoffwechsels. Ein unerkannter und damit unbehandelter Zucker erhöht die Komplikationsrate für Mutter und Kind während der Schwangerschaft. Daher empfehlen wir jeder Schwangeren diesen Suchtest durchführen zu lassen

 

Im ersten Abschnitt der Schwangerschaft können Sie uns mindestens einmal monatlich zu den Vorsorgeuntersuchen aufsuchen, bei akuten Problemen sind natürlich auch zusätzliche Termine jederzeit sofort möglich.

Für gewöhnlich sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Es kann auch sein, dass wir Ihnen zusätzliche Untersuchungen empfehlen, z.B. die Untersuchung des Fruchtwassers.

Ab der 25. Schwangerschaftswoche haben Sie Anspruch auf einen Geburtsvorbereitungskurs, angeboten von Hebammen oder Familienbildungsstätten.

Ab der 28 Schwangerschaftswoche sehen wir uns dann alle 2 Wochen, ab der 36. Schwangerschaftswoche sehen wir uns dann wöchentlich in der Praxis.

Mutterpass mit Schnuller und Ultraschallbild

Welche Untersuchungen sind in der Schwangerschaft noch sinnvoll?

Es gibt derzeit weitere vorgeburtliche Untersuchungsmethoden, die zur Zeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Nackenfaltenmessung (11.-13. Schwangerschaftswoche)

Bei der sog. „Nackentransparenz“ (NT, auch „Nackenfalte“ genannt) handelt es sich um eine Ansammlung von Flüssigkeit im hinteren Halsbereich, die bei jedem Kind am Ende des 3. Monats (Ende 1. Trimester) auftritt.

Bei einigen Erkrankungen des Kindes (z.B. Herzfehler), vor allem aber bei Störungen des Erbgutes, ist die Nackentransparenz häufig, aber nicht immer, vergrößert. Umgekehrt muss nicht jedes Kind mit einer vergrößerten Nackenfalte unter einer Erbgutstörung oder einem Herzfehler leiden. Dennoch ist die Nackenfalten-Messung eine sehr wichtige Untersuchung, um auf eine derartige Störung aufmerksam zu werden.

Es handelt sich um eine reine Ultraschalluntersuchung des ungeborenen Kindes, die mit einer Blutentnahme bei der werdenden Mutter kombiniert werden kann. Für beide gibt es keine schädlichen Einflüsse durch diese Untersuchung. Bei einer Fruchtwasser – Untersuchung kann dies anders sein.

nackenfalte

Das normale Maß der Nackenfalte des Kindes hängt von der Größe des Kindes ab.

Durch Messung einer unauffälligen Nackenfalte zwischen der 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswoche sowie einer mütterlichen Blutentnahme, liegt die Wahrscheinlichkeitsrate für keine Störung des Erbgutes bezüglich Trisomie 21 (Down – Syndrom) bei ca. 85 %. Bei der werdenden Mutter werden im Blut 2 Marker bestimmt (PAPP A und freies ß-HCG). Durch Ansehen/ Messung des kindlichen Nasenknochens und Herzens (Dc. Venosus, Tricuspidalklappe), kann die Erkennungsrate weiter gesteigert werden. Die Rate, bei der der Test eine Auffälligkeit zeigt, obwohl (glücklicherweise) beim Kind alles unauffällig ist, beträgt ca. 5 %. Sobald alle Werte vorliegen, erfolgt eine Risikoberechnung. Es handelt sich nach wie vor um eine Risikoberechnung. Diese Untersuchung kann keine Trisomie 21 erkennen. Als Ergebnis erhält man eine Verhältniszahl. Dann wird entschieden, wie weiter verfahren werden kann:

  1. Ist das Risiko klar erhöht, so liegt die Verhältniszahl >1:100. Das bedeutet, dass über 1 von 100 Schwangeren ein Kind mit einer Erbgutstörung im Sinne des Down-Syndroms zur Welt brächte. Dies sind ca. 3 % aller untersuchten Schwangeren. Über eine weitere Abklärung, wie eine Fruchtwasseruntersuchung, muss dann gesprochen werden. Da die Beurteilung im Ampelsystem erfolgt, ist sie hier „rot“.
  2. Ist das Risiko deutlich unauffällig, so liegt die Verhältniszahl < 1:1000. Das bedeutet, dass unter 1 von 1000 Schwangeren ein Kind mit einer Erbgutstörung im Sinne des Down – Syndroms zur Welt brächte. Dies sind ca. 85 % aller untersuchten Schwangeren. Es wird keine weitere Maßnahme empfohlen. Da die Beurteilung im Ampelsystem erfolgt, ist sie hier „grün“.
  3. Liegt das Risiko zwischen beiden, so liegt die Verhältniszahl zwischen 1:100 und 1:1000. Dies sind ca. 10 % aller untersuchten Schwangeren. Da die Beurteilung im Ampelsystem erfolgt, ist sie hier „gelb“.

Durch diese Untersuchung ist auch eine Abschätzung des Risikos für eine Erbgutstörung der Chromosomen 18 und 13 (Trisomie 18/13) möglich. Diese Untersuchung stellt keine Leistung der Krankenkasse dar. Die Kosten müssen von der Schwangeren selbst getragen werden.

 

Suchtest auf Toxoplasmose-Erkrankung

Eine Toxoplasmose-Erkrankung beim Erwachsenen verläuft teils symptomlos, teils mit leichten grippeähnlichen Symptomen. Ein Teil der Bevölkerung hat bereits einmal diese Infektion (meist unerkannt) durchlaufen und ist somit durch eigene Antikörper geschützt. Frauen, die bisher keinen Schutz aufgebaut haben, können sich potentiell während einer Schwangerschaft infizieren (Katzenkot, rohes Fleisch, ungewaschene Salate, u.a.). Dies kann unbehandelt auch zu erheblichen Schädigungen beim Kind führen. Daher empfehlen wir diese Untersuchung bereits zu Schwangerschaftsbeginn, bei fehlender Immunität aber auch noch weitere Male im Schwangerschaftsverlauf. Bei Nachweis einer Toxoplasmose-Infektion im Verlaufe der Schwangerschaft, kann durch eine rechtzeitig einsetzende Therapie der Mutter eine kindliche Schädigung verhindert, bzw. gemildert werden.

Suchtest auf Ringelröteln (Parvovirus)-Erkrankung

Hierbei handelt es sich um die sogenannte Ringelröteln-Erkrankung, die oft symptomlos, bzw. mit wenig Beschwerden verläuft. In der Schwangerschaft kann diese Erkrankung zu erheblichen Schäden beim ungeborenen Kind führen. Wird die Infektion einer Schwangeren rechtzeitig erkannt, gibt es Möglichkeiten das Kind zu behandeln. Da gut ein Drittel aller Erwachsenen keinen Schutz gegen Ringelröteln besitzen, empfehlen wir die Durchführung des Tests zu Beginn der Schwangerschaft, besonders auch für Frauen, die viel Kontakt zu Kindern haben (Lehrerinnen oder Kindergärtnerinnen).

Suchtest auf CMV-Erkrankung

Auch die Cytomegalie-Erkrankung verläuft oft uncharakteristisch und nicht selten weitgehend symptomlos. Das Virus kann in ca. 25 % auf das ungeborene Kind übertragen werden und dann beim Neugeborenen zu einer schwer verlaufenden Infektion führen. Daher sollte bereits bei Schwangerschaftsbeginn untersucht werden, ob die Mutter durch Abwehrkräfte bereits geschützt ist. Wenn nicht, empfehlen wir eine Kontrolluntersuchung in der Schwangerschaftsmitte.

Suchtest zwischen der 14. und 21. Schwangerschaftswoche durch Blutentnahme

Die AFP-Bestimmung wird gegenwärtig als Suchtest eingesetzt, um Defekte im Neuralrohr (eine Öffnung des Hirns oder des Rückenmarkes wie die Spina bifida =offener Rücken) zu erkennen. AFP ist eine Substanz aus dem Blut, das alle Feten während ihrer Entwicklung produzieren und im Blut der Schwangeren gemessen werden kann. Die Menge des AFP im Blut kann auf mögliche Probleme des sich entwickelnden Fötus hinweisen, der dann durch genauere Tests untersucht werden muss. Ein erhöhter oder erniedrigter Wert ist eine Indikation, um weitere Untersuchungen wie Ultraschall oder eine Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) durchzuführen.

Suchtest auf eine B-Streptokokken-Besiedlung in der Scheide (35.-37. Schwangerschaftswoche)

Eine Streptokokken-Erkrankung in der Scheide verläuft für Schwangere zunächst symptomlos. Unerkannt kann es dann während der Geburt zur Ansteckung des Kindes kommen, beim Kind selber kann diese Erkrankung sehr bedrohliche Verläufe annehmen. Ist eine B-Streptokokken-Besiedlung bei der Mutter bekannt, kann das Kind durch die antibiotische Behandlung der Mutter während der Entbindung geschützt werden.

Wunschultraschall („Baby-Fernsehen“), evt. mit zusätzlichem 3D-Ultraschall

Nach den Mutterschaftsrichtlinien sind im Verlauf der Schwangerschaft drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen, die auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Auch ohne medizinische Dringlichkeit besteht bei Schwangeren nicht selten der Wunsch, das Wachstum und die Entwicklung ihres Babys häufiger per Ultraschall mit zu verfolgen. Hierfür bieten wir Ihnen gerne einen sogenannten Wunschultraschall mit unserem modernen Ultraschallgerät an. Unter günstigen Bedingungen (genügend Fruchtwassermenge, und guter Lage des Kindes) können wir auch 3D-Bilder Ihres Babys erstellen. Auch für die werdenden Väter (Ihre Mutter, Ihre Freundin oder Schwester) ist so ein Wunschultraschall eine sehr gute Gelegenheit, Ihr Baby in entspannter Atmosphäre schon einmal ein bisschen kennen zu lernen.

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Impfungen in der Schwangerschaft

2010 hat die STIKO erstmals die explizite Empfehlung zur Impfung gegen Influenza (Grippe) für Frauen ausgesprochen, die während der Grippe-Saison schwanger sind. Alle Schwangeren sollen ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel eine Impfung erhalten. Liegt eine chronische Erkrankung vor, sollten sich Betroffene bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel impfen lassen.

Bei den Impfempfehlungen spielt auch die Überlegung eine Rolle, die Neugeborenen, die selbst noch keine Abwehrkräfte haben können, vor einer Ansteckung mit Grippe-Viren zu schützen. Mütterliche Antikörper gegen Grippe-Erreger können über den Mutterkuchen an das ungeborene Kind weitergegeben werden. Der Säugling erhält dadurch in den ersten Wochen nach der Geburt einen Schutz gegen diese Erkrankung.

Bei der Grippe-Impfung handelt es sich um einen so genannten Totimpfstoff, der keine infektiösen Bestandteile enthält. Totimpfstoffe können während der Schwangerschaft verabreicht werden. Lediglich für Frauen, die an einer Hühnereiweiß-Allergie leiden, ist die Impfung nicht empfohlen.